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Trump: Alle US-Soldaten sollen bis Weihnachten Afghanistan verlassen

Ankündigung von Präsident Trump : Alle US-Soldaten sollen bis Weihnachten Afghanistan verlassen haben

Schon bis Weihnachten sollen die letzten in Afghanistan verbliebenen US-Soldaten wieder nach Hause kommen und aus dem Land abgezogen werden. Das hat Präsident Donald Trump in Aussicht gestellt.

„Wir sollten die kleine verbleibende Zahl unserer mutigen, in Afghanistan dienenden Männer und Frauen bis Weihnachten zu Hause haben!“, schrieb Trump am Mittwoch (Ortszeit) im Onlinedienst Twitter.

Anfang August hatte das US-Verteidigungsministerium angekündigt, die Zahl der US-Soldaten am Hindukusch von derzeit 8600 bis November auf 5000 zu senken. Die restlichen Soldaten sollten das Land den Planungen zufolge bis Mitte 2021 verlassen. Wenige Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl sprach sich Trump nun aber für eine deutliche Beschleunigung des Abzugsplans aus. Nähere Angaben machte er zunächst allerdings nicht.

Die USA waren nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in dem Land einmarschiert. Diesen Februar schloss die US-Regierung ein Abkommen mit den radikalislamischen Taliban, das einen schrittweisen Abzug der US-Streitkräfte regelt. Voraussetzung für den Abzug ist ein Rückgang der Gewalt in Afghanistan.

Seit dem 12. September verhandeln die Taliban in Katar mit der afghanischen Regierung über eine friedliche Beendigung des seit fast zwei Jahrzehnte andauernden Kriegs. Die Gespräche gestalten sich allerdings schwierig. Die Taliban setzen derweil ihre Angriffe und Anschläge fort, bei denen immer wieder Sicherheitskräfte und Zivilisten sterben.

Die Ankündigung für einen Truppenabzug bis Weihnachten begrüßten die Taliban. Sie bezeichneten die Ansage als „positiven Schritt“ zur Umsetzung eines gemeinsamen Abkommens, wie Talibansprecher Sabiullah Mudschahid am Donnerstag mitteilte.

Afghanistans Generalstabschef Mohammed Jasin Sia sagte in einer Videobotschaft des Verteidigungsministeriums, dass die Streitkräfte in der Lage seien, Taliban-Angriffe landesweit abzuwehren.

(hebu/AFP/dpa)