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Trump akzeptiert nun doch Flüchtlingsabkommen mit Australien

Nach Telefon-Eklat : Trump akzeptiert Flüchtlingsabkommen mit Australien nun doch

Im Streit über ein Flüchtlingsabkommen mit Australien kommen von US-Präsident Donald Trump versöhnliche Signale. Zuvor hatte Trump ein Telefonat mit dem australischen Premierminister Malcom Turnbull nach 25 Minuten beendet.

Donald Trumps Sprecher Sean Spicer sagte am Donnerstag, Trump werde das von der Vorgängerregierung vereinbarte Flüchtlingsabkommen aus Respekt vor Australien nicht stoppen. Er sei wegen der Vereinbarung aber "extrem wütend".

In dem unter Ex-Präsident Barack Obama geschlossenen Abkommen verpflichten sich die USA, bis zu 1250 Flüchtlinge aufzunehmen, die sich in australischen Lagern in den Pazifikstaaten Papua-Neuguinea und Nauru aufhalten. Im Gegenzug sollen Flüchtlinge aus El Salvador, Guatemala und Honduras nach Australien reisen. Die für die USA bestimmten Flüchtlinge würden außerordentlich genau überprüft, sagte Spicer weiter. Trump gefalle das Abkommen nicht.

Über die Vereinbarung war es einem Zeitungsbericht zufolge kurz zuvor zu einem heftigen Streit Trumps mit Australiens Ministerpräsident Malcolm Turnbull gekommen. Trump sei ausfällig geworden, berichtete die "Washington Post". Der US-Präsident bezeichnete die Vereinbarung auf Twitter als "blödsinnige Abmachung".

Australischer Botschafter Hockey besucht Weißes Haus

Nach der Debatte um den Flüchtlingspakt hat der australische Botschafter in den USA das Weiße Haus besucht. Der Stabschef des US-Präsidenten, Reince Priebus, und der Chefstratege Steve Bannon hätten Joe Hockey die "tiefe Bewunderung" überbracht, die Donald Trump für das australische Volk hege, teilte das Weiße Haus am Donnerstag mit.

Australien geht rigoros gegen Bootsflüchtlinge vor. Sie werden in Lagern auf Inseln festgehalten und haben keine Chance, nach Australien zu gelangen. Trump hatte in der vergangenen Woche einen Präsidentenerlass unterzeichnet, der Flüchtlingen und Bürgern mehrerer muslimischer Staaten vorübergehend die Einreise verbietet.

Hier geht es zur Infostrecke: Trumps erste Amtshandlungen

(rent/REU)