Bürgerkrieg in Syrien: Tote bei Anschlag in christlichem Vorort von Damaskus

Bürgerkrieg in Syrien : Tote bei Anschlag in christlichem Vorort von Damaskus

Bei einem Anschlag und anschließenden Gefechten in einem christlichen Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Samstag laut Aktivisten mindestens 16 Soldaten getötet worden.

Zunächst habe ein Selbstmordattentäter der islamistischen Al-Nusra-Front eine Autobombe an einer Straßensperre der Armee zwischen dem mehrheitlich von Christen bewohnten Viertel Dscharamana und der von Rebellen kontrollierten Ortschaft Mleha gezündet, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Anschließend hätten Rebellen die Soldaten mit Gewehren und Mörsergranaten angegriffen.

Anwohner sagten, die Explosion habe Häuser erschüttert. Von den Rebellen sei mit Mörsern nach Dscharamana gefeuert worden. Laut der Beobachtungsstelle ist die Straßensperre der Armee praktisch unter Kontrolle der Rebellen. Die Luftwaffe sei daher mehrere Angriffe geflogen, um die Aufständischen zurückzudrängen. Demnach wäre das Viertel "exponiert", sollte die Absperrung ganz in die Hände der Rebellen fallen.

Der Vorort im Südosten von Damaskus, in dem auch viele Angehörigen der Minderheit der Drusen leben, ist seit Monaten immer wieder Schauplatz von Gefechten und Anschlägen. Christen und Drusen versuchten zumeist, sich in dem seit März 2011 andauernden Konflikt neutral zu verhalten. Insbesondere die islamistischen Rebellen sehen sie aber als Anhänger von Staatschef Baschar al-Assad.

(AFP)
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