Tote bei Aleppo: US-Militär flog Angriff auf Al-Kaida nicht auf Moschee

Widersprüchliche Berichte über Opfer in syrischer Moschee : US-Militär flog Angriff auf Terroristen von Al-Kaida

Die US-Streitkräfte haben die Verantwortung für einen Angriff auf eine Versammlung der terroristischen Vereinigung Al-Kaida übernommen. Eine Moschee will das Militär hingegen weder bombardiert, noch zerstört haben.

Ein Sprecher des US-Zentralkommandos erklärte, es habe am Donnerstag in der Gegend um Aleppo einen Luftangriff auf ein Gebäude gegeben, in dem sich Mitglieder des Terrornetzwerkes Al-Kaida getroffen hätten. "Es gibt eine Moschee rund 15 Metern von dem Gebäude entfernt, die immer noch steht", zitierte die "New York Times" den Sprecher.

Ein Luftangriff hatte nach Angaben von Aktivisten am Donnerstag eine Moschee im von Rebellen kontrollierten Ort Al-Dschinnah westlich von Aleppo getroffen, als dort Gläubige zum Abendgebet zusammengekommen waren.

Mindestens 42 Menschen wurden demnach getötet. Bei den meisten Opfern handele es sich um Zivilisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. In der Region sind zahlreiche Vertriebene untergekommen, die im vergangenen Jahr aus dem heftig umkämpften Aleppos geflohen waren.

Immer wieder kommt es in Syrien zu Luftangriffen, bei denen viele Zivilisten getötet werden. Neben den USA fliegt unter anderem auch Russland Angriffe aus der Luft auf Syrien. In dem Bürgerkriegsland gilt eigentlich seit Ende Dezember eine Waffenruhe. Trotzdem kommt es immer wieder zu Luftangriffen gegen Rebellen. Ausgenommen von der Waffenruhe sind neben der Tahrir-al-Scham-Front auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

(maxk/AFP)
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