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Kein Zugang erhalten: Tochter darf nicht zu Timoschenko

Kein Zugang erhalten : Tochter darf nicht zu Timoschenko

Der Anwalt und die Tochter der inhaftierten ukrainischen Oppositionsführerin Julia Timoschenko haben am Donnerstag keinen Zugang zu der ehemaligen Ministerpräsidentin erhalten.

"Ich habe bisher keine Genehmigung bekommen, meine Mandantin zu sehen", sagte der Anwalt Sergej Wlasenko der Nachrichtenagentur dapd. "(Ihre Tochter) Jewgenija Timoschenko konnte für die Behandlung notwendige Lebensmittel nicht übergeben."

Am Mittwoch hatte der deutsche Arzt Lutz Harms in einem Krankenhaus in Charkiw die Behandlung Timoschenkos begonnen. Zunächst müsse seine Patientin langsam aus dem Hungerstreik geführt werden und dafür Säfte zu sich nehmen, sagte der Mediziner aus der Berliner Charite.

"Professor Lutz Harms, der meine Mutter behandelt, sagte, dass die Hauptbehandlung erst zehn Tage nach Ende des Hungerstreiks beginnen kann", wurde Jewgenija Timoschenko in ukrainischen Medien zitiert. "Heute hat sie jedoch wieder nichts gegessen, weil wir ihr die Produkte nicht geben können. Es sieht so aus, als setze sie den Hungerstreik ungewollt fort", hieß es in den Berichten am Donnerstag.

Timoschenko besteht darauf, dass ihr Nahrung und Getränke von Vertrauenspersonen übergeben werden. "Wir haben Angst, dass man sie vergiftet", sagte Jewgenija Timoschenko. Aus Protest gegen ihre Behandlung in der ukrainischen Haft war Julia Timoschenko am 20. April in den Hungerstreik getreten.

(APD)