Thanksgiving: Donald Trump überrascht GIs in Afghanistan mit Besuch

Thanksgiving : Donald Trump überrascht GIs in Afghanistan mit Besuch

Donald Trump ist am Donnerstag zu einem unangekündigten Truppenbesuch in Afghanistan eingetroffen. Anlässlich von Thanksgiving stattete der US-Präsident den im afghanischen Bagram stationierten US-Soldaten einen Besuch ab.

Das berichtete ein AFP-Fotograf. In der Militärbasis nahe der hauptstadt Kabul traf Trump auch den afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani.

Trump landete kurz nach 20.30 Uhr Ortszeit auf dem Flugplatz Bagram. Er verbrachte mehr als zweieinhalb Stunden am Boden. Reporter durften den Besuch nicht öffentlich machen, um Trumps Sicherheit zu gewährleisten.

Trump nahm an einem gemeinsamen Thanksgiving-Essen mit den Streitkräften teil und gab auch selbst Speisen und Kuchen an die Soldaten aus. In einer Ansprache vor den Truppen sagte Trump, seine Regierung habe die Friedensgespräche mit den Taliban wiederaufgenommen.

"Die Taliban wollen eine Einigung", sagte der US-Präsident vor Journalisten. Die USA hätten in den bisherigen Gesprächen darauf gepocht, dass es nach dem US-Truppenabzug eine Waffenruhe gebe. Dies hätten die Taliban jedoch abgelehnt, sagte Trump. "Jetzt wollen sie doch eine Waffenruhe", fügte er hinzu.

Trump hatte die vor etwa einem Jahr begonnen Friedensverhandlungen mit den Taliban nach einer Reihe von Anschlägen der radikalislamischen Miliz im September für "tot" erklärt. Bei den Gesprächen ging es um die Bedingungen für einen Teil-Rückzug der US-Streitkräfte aus Afghanistan. Im Gegenzug sollten sich die Taliban vom Terrornetzwerk Al Qaida lossagen, die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekämpfen und direkte Verhandlungen mit der Regierung in Kabul aufnehmen. Bereits Ende September hatten sich die Taliban bereit erklärt, sich wieder mit den USA an einen Tisch zu setzen.

Trump dankte den Soldaten in einer Ansprache für ihren Einsatz, wie im Sender Fox News zu sehen war.

Zuvor waren bei einem Bombenanschlag in Kabul zwölf Menschen getötet worden, darunter ein US-Soldat.

(felt/AFP/ap)