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Terroranschlag in Wien: Polizei durchsucht Wohnungen in Deutschland

Nach Anschlag in Wien : Polizei durchsucht Wohnungen in Deutschland

Nach dem islamistischen Anschlag in Wien haben Sicherheitskräfte Wohnungen und Geschäftsräume in Deutschland durchsucht. In Wien hatte ein islamistischer Attentäter am Montagabend um sich geschossen, mindestens vier Passanten sind gestorben.

Sicherheitskräfte haben am Freitagmorgen in Deutschland mit Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem islamistischen Anschlag von Wien begonnen. Es würden Wohnungen und Geschäftsräume von vier Personen in Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein durchsucht, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden bei Twitter mit. Die vier Personen seien nicht tatverdächtig, es solle aber Verbindungen zu dem mutmaßlichen Attentäter gegeben haben. Einer BKA-Sprecherin zufolge lief die Aktion am Freitagmorgen noch.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Anschlagsgeschehen in Wien<br><br>BKA-Kräfte durchsuchen seit heute Morgen im Auftrag des <a href="https://twitter.com/GBA_b_BGH?ref_src=twsrc%5Etfw">@GBA_b_BGH</a> &amp; mit Unterstützung von Polizeikräften aus NI, HE, SH sowie der BPol (GSG9) die Wohn-&amp; Geschäftsräume von 4 nicht tatverdächtigen Personen in Osnabrück, Kassel sowie im Kreis Pinneberg. <a href="https://t.co/KI4RTKWAaV">pic.twitter.com/KI4RTKWAaV</a></p>&mdash; Bundeskriminalamt (@bka) <a href="https://twitter.com/bka/status/1324589307919769601?ref_src=twsrc%5Etfw">November 6, 2020</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Die Durchsuchungen fanden laut BKA-Angaben in Osnabrück, Kassel und im Kreis Pinneberg bei Hamburg statt. Die Durchsuchungsbeschlüsse seien am Donnerstag beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs erwirkt worden. Zuvor habe die österreichische Justiz entsprechende Erkenntnisse an deutsche Behörden übermittelt, hieß es.

Ein Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte am Montag in der österreichischen Hauptstadt vier Menschen getötet und mehr als 20 Menschen zum Teil schwer verletzt, bevor er selbst durch Polizeischüsse starb. Der 20-jährige Attentäter war nach Überzeugung der Ermittler Teil eines radikal-islamistischen Netzwerks, das über Österreich hinausreicht.

Österreichs Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hatte am Donnerstag in Wien gesagt - ohne Einzelheiten zu nennen - dass neben zwei Festnahmen in der Schweiz noch weitere Maßnahmen in einem anderen Land laufen würden.

(sed/dpa)