Stresstests für Atomkraftwerke: Terroranschläge werden nicht simuliert

Stresstests für Atomkraftwerke : Terroranschläge werden nicht simuliert

Brüssel (RPO). Wochenlang wurde um die Stresstests für europäische Atomkraftwerke gerungen - jetzt ist ein Kompromiss gefunden: Die Gefahren von Naturkatastrophen, Unfällen und menschlichen Fehlern werden abgecheckt, Terroranschläge werden nicht simuliert.

Der Streit um die europäischen Akw-Stresstests ist nach Angaben von EU-Diplomaten beigelegt. EU-Energiekommissar Günther Oettinger und die Aufsichtsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten einigten sich nach Agenturangaben am Dienstag. Demnach soll für die Terrorgefahr eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet werden.

Die Tests, die nach früheren Angaben schon Anfang Juni starten könnten, sollen die Lehre aus der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima ziehen. Oettinger hatte bis vor kurzem auf eine möglichst umfassende Prüfung gedrungen, die neben Naturkatastrophen wie Hochwasser und Erdbeben auch Unfälle sowie Terrorismus voll berücksichtigt.

Von den nationalen Aufsichtsbehörden kam aber namentlich aus Frankreich und Großbritannien Widerstand. Österreich und Deutschland unterstützten dagegen den umfassenden Ansatz.

(AFP/pes-)
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