1. Politik
  2. Ausland

Terror in Barcelona: Tote und Verletzte bei Anschlag auf La Rambla

Lieferwagen fährt in Menschenmenge : Tote und Verletzte bei Anschlag in Barcelona

Lieferwagen fährt in Menschenmenge

In Barcelona ist ein Lieferwagen in eine Menschenmenge auf der Promenade La Rambla gefahren. Spanischen Medienberichten zufolge wurden mehrere Personen getötet und mehr als 20 Menschen verletzt.

Dieser Text wird laufend aktualisiert.

Augenzeugenberichten zufolge soll der Lieferwagen um kurz nach 17 Uhr mehrere Menschen an- und überfahren haben. Nach der Tat sollen zwei Männer das Fahrzeug verlassen haben und zu Fuß geflüchtet sein.

Die Zahl der Opfer ist noch unklar: Nach übereinstimmenden Berichten spanischer Medien wurden mindestens zwölf Menschen getötet. Das berichteten unter anderem die Zeitungen "El Mundo" und "La Vanguardia". Offiziell ist von mindestens einem Toten und 32 Verletzten die Rede. Die Zahl der Todesopfer werde aber wahrscheinlich weiter steigen, sagte der katalanische Innenminister Joaquim Forn am Donnerstagabend auf einer Pressekonferenz. Das Gebiet wurde abgesperrt, Dutzende Rettungswagen waren vor Ort.

Täter sollen sich verschanzt haben

Berichten lokaler Medien zufolge sollen sich die beiden Angreifer noch in der Gegend befinden und sich in einem Lokal verschanzt haben. Zeugen wollen auch Schüsse gehört haben. So zitiert die Nachrichtenagentur Reuters die spanische Zeitung "El Periodico". Offiziell bestätigt ist das nicht.

Die Straße ist auf einer Strecke von rund 300 Metern komplett abgeriegelt. Mehrere Kaufhäuser und Restaurants wurden evakuiert. Auch die U-Bahn fährt in der Gegend nicht mehr. Das Auswärtige Amt rät Deutschen in Barcelona die Innenstadt zu meiden und den Anweisungen der Polizei strikt zu folgen.

Belebteste Straße der Metropole

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy erklärte, die Regierung stehe mit allen Behörden in Barcelona in Kontakt. Den Opfern zu helfen habe nun höchste Priorität. Die Polizei fordert Menschen auf Twitter auf, aus Respekt vor den Angehörigen, keine Fotos von Verletzten in sozialen Netzwerken zu zu posten. Für die Öffentlichkeit wurde eine Info-Telefonnummer geschaltet: +34932142124.

La Rambla und der nahe gelegene Placa de Catalunya gehören zu den belebtesten Orten der spanischen Metropole.

Immer wieder Anschläge mit Fahrzeugen

In den vergangenen Jahren hat es in ganz Europa immer wieder Attacken mit Lkw oder Autos gegeben. Der folgenschwerste ereignete sich im Juli 2016 in Nizza, als ein Mann mit einem Sattelschlepper durch eine feiernde Menge pflügte und 86 Menschen tötete.

Im Dezember 2016 kamen bei einem ähnlichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin zwölf Menschen ums Leben.

(csi / vek)