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Terrorismus: Taliban-Kommandeure unterstützen IS

Terrorismus : Taliban-Kommandeure unterstützen IS

Während das westliche Bündnis weiter Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien fliegt, haben sechs pakistanische Taliban-Kommandeure der Terrormiliz Islamischer Staat ihre Gefolgschaft erklärt.

Der Sprecher der pakistanischen Taliban (TTP), Shahidullah Shahid, sagte, neben ihm handele es sich um die Kommandeure der Stammesgebiete Orakzai, Kurram und Khyber sowie die Kommandeure des Distrikts Hangu und der Provinzhauptstadt Peshawar. Die TTP als Organisation und ihr Anführer Maulana Fazlullah hätten dem IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi aber nicht formell die Treue geschworen. Fazlullah unterstütze die Terrormiliz allerdings.

Ein pakistanischer Geheimdienstoffizier, der anonym bleiben wollte, wertete die Erklärung durch die Kommandeure als einen Schlag für das Terrornetz Al Qaida. Das zeige, dass Al Qaida in Pakistan an Unterstützung verliere, während der IS als "aufsteigender Stern" des militanten Islamismus wahrgenommen werde. Er gehe davon aus, dass Fazlullah die Erklärung der Kommandeure gebilligt habe.

Weiter Luftangriffe auf IS-Stellungen

Derweil haben die USA und ihre Verbündeten am Dienstag mit weiteren Luftangriffen versucht, die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien zurückzudrängen. Neben Zielen in der Nähe der Grenzstadt Kobane wurde auch eine Raffinerie in der Nähe von Majadin in Ostsyrien getroffen, wie das Syrische Beobachtungszentrum für Menschenrechte berichtete. Dort sei ein riesiges Feuer ausgebrochen.

Auch in der Nähe von Kobane an der syrisch-türkischen Grenze seien IS-Kämpfer bombardiert worden, berichtete der kurdische Beamte Idriss Nassan. Kurdische Milizen hätten den Hügel Tel Schair oberhalb von Kobane erobert und die schwarze Flagge des Islamischen Staats dort niedergerissen.

Um Kobane wird seit einem Monat gekämpft. Rund 200.000 Menschen aus der Stadt und ihrer Umgebung haben sich über die Grenze in die Türkei geflüchtet. Für die sunnitische IS-Miliz hat die Region strategische Bedeutung als Bindeglied zwischen ihren diversen Gebieten in Syrien. Die Extremisten haben auch große Landstriche im Irak unter ihrer Kontrolle und verbuchen dort weiter Geländegewinne.

(dpa/ap)