Syrien: Mitarbeiter von Hilfsorganisation bei Luftangriff getötet

Syrien: Mitarbeiter von Hilfsorganisation bei Luftangriff getötet

Bei einem Luftangriff in Syrien sind mehrere Mitarbeiter einer medizinischen Hilfsorganisation getötet und ein Krankenhaus zerstört worden.

Wie die in Frankreich ansässige Hilfsorganisation UOSSM mitteilte, starben bei dem Angriff am Dienstagabend zwei ihrer Sanitäter und zwei Ambulanzfahrer. Ein weiterer Sanitäter wurde demnach schwer verletzt. Die Mitarbeiter waren in zwei Krankenwagen zu der Klinik in Chan Tuman in der Provinz Aleppo unterwegs, um mehrere Patienten abzuholen.

Das dreistöckige Krankenhaus wurde demnach völlig zerstört. Weitere Opfer wurden unter den Trümmern befürchtet. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei dem Angriff auch neun Rebellen-Kämpfer getötet, die sich in der Klinik aufgehalten hätten. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk von Informanten vor Ort; ihre Angaben können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden. Unklar blieb zunächst, wer für den Angriff verantwortlich war. In der Region fliegen normalerweise nur Syrien und sein Verbündeter Russland Luftangriffe.

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Die Klinik behandelte der Hilfsorganisation zufolge monatlich rund 750 Menschen. Für die Nichtregierungsorganisation arbeiten vor allem medizinisch ausgebildete Auslandssyrer in den Rebellengebieten.

(crwo/afp/dpa)