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Syrien: Mindestens 34 Tote bei Luftangriffen des Militärs

Assad-Truppen im Einsatz : Mindestens 34 Tote bei Luftangriffen in Syrien

Bei Luftangriffen des syrischen Militärs in der nordwestlichen Provinz Idlib sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten am Sonntag mehr als 30 Menschen getötet worden. Auch am Boden ging der Kampf zwischen Rebellen und Regierungstruppen weiter.

In der Stadt Darkusch nahe der türkischen Grenze seien mindestens 34 Menschen bei einem Angriff auf einen Markt getötet worden, darunter neun Frauen und mehrere Kinder, teilte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Opferzahl werde vermutlich steigen, da es dutzende Verletzte gebe, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman.

Zudem setzte das Militär am Sonntag den Angaben zufolge seine Luftangriffe auf die ebenfalls in der Provinz Idlib gelegene Stadt Dschisr al-Schughur fort, die am Samstag von Islamisten um die Al-Nusra-Front erobert worden war. Eine Opferzahl war zunächst nicht bekannt. Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurden dort bereits am Samstag bei Luftangriffen mindestens 27 Menschen getötet, darunter mindestens zwei Zivilisten.

Am Sonntag dauerten nach Angaben der Beobachtungsstelle auch die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen nahe Dschisr al-Schughur an. Den syrischen Staatsmedien zufolge töteten die Extremisten in Dschisr al-Schughur 30 Zivilisten, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Demnach verübten die Rebellen ein "Massaker" an Zivilisten. Die Beobachtungsstelle teilte mit, ihr lägen keine Berichte über ein Massaker vor. Am Samstag hatte die Organisation mitgeteilt, ihre Informanten hätten in der Stadt die Leichen von mindestens 60 regierungstreuen Kämpfern gesehen.

Die Eroberung von Dschisr al-Schughur ist ein weiterer militärischer Erfolg für die gegen Syriens Präsidenten Baschar al-Assad kämpfenden Islamisten. Die Allianz rund um die Al-Nusra-Front hatte Ende März die Provinzhauptstadt Idlib erobert.

(AFP)