1. Politik
  2. Ausland

Syrien hat bisher nur vier Prozent der Chemiewaffen abgegeben

1300 Tonnen sollen außer Landes : Syrien hat nur vier Prozent der Chemiewaffen abgegeben

Die Beseitigung der syrischen Chemiewaffen kommt Insiderinformationen zufolge viel langsamer voran als zugesagt. Bislang habe die Regierung in Damaskus lediglich gut vier Prozent der von ihr genannten Bestände außer Landes gebracht, sagten am Mittwoch mehrere Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

"Das ist nicht genug, und es gibt keine Anzeichen, dass es mehr wird", sagte eine Person. Das Vorhaben sei sechs bis acht Wochen hinter den Planungen zurück. Ein hochrangiger Vertreter des US-Außenministeriums sagte Reuters, das Thema werde am Donnerstag bei einem Treffen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) diskutiert.

Die syrische Regierung hatte auf internationalen Druck nach einem Chemiewaffenangriff im August nahe Damaskus der Vernichtung seiner Giftgasbestände zugestimmt, um einem US-Militärschlag zu entgehen. Bis Juni soll das gesamte Arsenal von offiziell 1300 Tonnen zerstört werden. Es gibt aber erhebliche Verzögerungen, weil die Chemiewaffen inmitten der Kämpfe zwischen Regierung und Opposition zunächst an die Küste und dann außer Landes gebracht werden müssen.

(REU)