Syrien: Emmanuel Macron und Wladimir Putin wollen zusammenarbeiten

Zukunft Syriens : Macron und Putin wollen eng zusammenarbeiten

Frankreich und Russland streben nach Angaben des französischen Präsidenten eine engere Abstimmung zur Lösung des Syrien-Konflikts an. Emmanuel Macron traf den russischen Präsidenten Wladimir Putin in St. Petersburg.

Der Franzose kündigte am Donnerstag einen „Koordinierungs-Mechanismus“ zwischen der sogenannten Astana-Gruppe mit Russland, dem Iran und der Türkei sowie der „Small Group“ wichtiger westlicher und arabischer Staaten an. „Das ist für mich ein sehr bedeutender Fortschritt“, sagte Macron nach einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in St. Petersburg.

Wie dieser Mechanismus konkret aussehen soll, sagte Macron nicht: „Unsere Teams werden ihn in den kommenden Wochen gestalten.“ Ziel sei es, eine „parallele, aber gemeinsame Diskussions-Agenda“ für die zwei Gruppen zu haben und „gemeinsam die Übereinstimmungen zu schaffen, (...) die hoffentlich diese politische Lösung ermöglichen werden“. Der französische Präsident setzt sich schon länger dafür ein, die beiden Gesprächsformate zusammenzuführen.

Russland und der Iran sind wichtige Vebündete der syrischen Regierung. Zur „Small Group“ gehören neben Frankreich die USA, Großbritannien, Saudi-Arabien und Jordanien - und im April hatte erstmals auch Deutschland an einem Treffen der Gruppe teilgenommen.

Putin enttäuscht von Trumps Absage an Kim Jong Un

Zudem bedauert Putin nach eigenen Worten die Absage des geplanten Gipfeltreffens von US-Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.

Russland habe auf Fortschritte bei der Lösung des Atomkonflikts auf der koreanischen Halbinsel gehofft, sagte Putin am Donnerstagabend. Der nordkoreanische Staatschef habe seine Versprechen vor dem Gipfel mit Trump gehalten und sogar Schachtanlagen seiner Atomforschung zerstört. "Und dann hörten wir von der Absage durch die USA", sagte Putin bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Macron. Trump und Kim hätten sich am 12. Juni in Singapur treffen sollen.

(felt/dpa)
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