Syrien: Aktivisten melden mutmaßlichen Giftgasangriff auf Ost-Ghuta

Ost-Ghuta: Aktivisten melden mutmaßlichen Chemiewaffenangriff

Bei einem mutmaßlichen Chemiewaffenangriff auf die syrische Rebellenhochburg Ost-Ghuta ist nach Angaben von Aktivisten ein dreijähriges Kind erstickt - vermutlich durch Chlorgas.

13 weitere Menschen hätten nach dem Angriff am Sonntag über Atemprobleme geklagt, eine Frau schwebe in Lebensgefahr, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Ein Arzt, der die Opfer behandelt hatte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, er vermute einen Chemiewaffeneinsatz, vermutlich handele es sich um Chlorgas. Haut und Kleider der meisten Patienten rochen nach seinen Angaben nach Chlor, die Opfer hätten Atemnot sowie Haut- und Augenreizungen.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte erst am Samstag nach mehrfacher Vertagung eine Waffenruhe für Syrien gefordert. Trotzdem gingen die Kämpfe in Syrien weiter.

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Die syrische Regierung hatte im September 2013 nach einem verheerenden Giftgasangriff in Ost-Ghuta unter internationalem Druck zugesagt, sämtliche Chemiewaffen außer Landes zu bringen und zu vernichten. Doch auch nach der Beseitigung aller bekannten Giftgasvorräte gibt es immer wieder Berichte über den Einsatz von Chemiewaffen.

In den vergangenen Wochen gab es mehrfach Vorwürfe, dass in der belagerten Rebellenhochburg Ost-Ghuta Chlorgas eingesetzt worden sei. Versuche, die Assad-Regierung für den Einsatz von Chemiewaffen im UN-Sicherheitsrat zu verurteilen, scheiterten bislang immer am Veto Russlands.

(sbl)