Konflikt spitzt sich weiter zu: Südkorea droht dem Norden mit Gegenschlag

Konflikt spitzt sich weiter zu : Südkorea droht dem Norden mit Gegenschlag

Im Korea-Konflikt verschärft nun auch der Süden des Tonfall: Die südkoreanische Präsidentin hat die Armee am Montag angewiesen, auf jeden Angriff des Nordens hart zu reagieren. Die USA entsandten Kampfjets und Zerstörer.

Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte jedoch, bisher gebe es keine Anzeichen für eine Mobilisierung der nordkoreanischen Truppen. "Trotz der scharfen Rhetorik, die wir von Pjöngjang hören, sehen wir bei der Aufstellung des nordkoreanischen Militärs keine Veränderungen wie etwa umfangreiche Mobilisierungen und Positionierung von Truppen", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, am Montag in Washington.

"Wir haben keine Taten gesehen, die die Rhetorik untermauern", fügte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama hinzu. Er überlasse es den Experten zu beurteilen, warum Äußerungen und Taten der nordkoreanischen Führung voneinander abwichen.

Südkoreas Staatspräsidentin Park Geun Hye wies die Armee am Montag an, politische Rücksichtnahmen beiseite zu lassen und auf Angriffe aus dem Norden entschieden zu reagieren.

Das kommunistische Nordkorea hatte am Samstag den Kriegszustand mit Südkorea erklärt und mit einem Atomkrieg gedroht. Die beiden Länder befinden sich formal ohnehin im Kriegszustand, der Korea-Krieg endete im Jahr 1953 nur mit einer Waffenruhe.

Zwei Jets des Typs F-22 Raptor entsandt

Inmitten der wachsenden Spannungen entsandten die USA nach eigenen Angaben weitere hochmoderne Kampfjets nach Südkorea. Zwei über Tarnkappeneigenschaften verfügende Jets des Typs F-22 Raptor trafen nach Angaben der US-Armee vom Montag tags zuvor in Südkorea ein, um an einem gemeinsamen Manöver teilzunehmen.

Der TV-Sender NBC meldete am Montag zudem, die US-Kriegsmarine habe auch einen mit Raketen bestückten Zerstörer in den Pazifischen Ozean geschickt. In der vergangenen Woche hatten die USA zwei Tarnkappenbomber und zwei atomwaffenfähige B-52-Bomber nach Südkorea entsandt.

(AFP/jco)
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