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Südkaukasus: Zahl der Toten in Berg-Karabach laut Ministerium auf 39 gestiegen

Gefechte im Südkaukasus : Zahl der Toten in Berg-Karabach laut Ministerium auf 39 gestiegen

Die Gefechte in der Konfliktregion Berg-Karabach halten weiter an. Die Regionalregierung meldet „intensive Kämpfe" in der Nacht - die Zahl der Todesopfer stieg demnach auf 39.

Die Kämpfe zwischen pro-armenischen Rebellengruppen und der aserbaidschanischen Armee in der Region Berg-Karabach halten nach offiziellen Angaben weiter an. In der Nacht zum Montag habe es erneut „intensive Kämpfe“ gegeben, teilte ein Sprecher der pro-armenischen Regionalregierung in Berg-Karabach mit. Die Zahl der Todesopfer stieg demnach auf 39.

Laut der Regionalregierung wurden in der Nacht zum Montag 15 weitere pro-armenische Kämpfer getötet. Damit stieg die Zahl der getöteten Kämpfer auf 32. Bereits am Sonntag waren sieben zivile Todesopfer gemeldet worden, darunter fünf aserbaidschanische und zwei armenische. Die aserbaidschanische Armee machte bislang keine Angaben zu ihren Verlusten.

Die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan streiten seit Jahrzehnten um die in Aserbaidschan gelegene, mehrheitlich von Armeniern bewohnte Kauskasusregion Berg-Karabach. Am Sonntag war der militärische Konflikt nach Jahren relativer Ruhe wieder neu entbrannt. Aserbaidschans Armee und von Armenien unterstützte Rebellentruppen lieferten sich heftige Gefechte. Die Regierungen in Baku und Eriwan verhängten das Kriegsrecht und beschuldigten sich gegenseitig der Eskalation.

UN-Generalsekretär António Guterres forderte ein sofortiges Ende der Kämpfe und mahnte eine diplomatische Lösung in dem Konflikt an. Auch die US-Regierung nahm nach eigenen Angaben zu beiden Seiten Kontakt auf und forderte die Konfliktparteien dazu auf, die Kampfhandlungen sofort einzustellen. Zuvor hatten bereits Deutschland, Frankreich, Italien und die EU ein sofortiges Ende der Kämpfe gefordert.

(ahar/AFP)