UN-Sicherheitsrat berät zu Krise Weiter Kämpfe im Sudan – mindestens 185 Tote

Update | Karthum · Nach Angaben der UN sind bei den Gefechten im Sudan mindestens 185 Menschen gestorben, 1800 weitere wurden verletzt. Der UN-Sicherheitsrat berät in New York.

In zwei Tagen sind in Karthum und anderen Regionen Sudans mehr als 80 Menschen getötet worden. Die Kämpfe haben das Land in eine schwere Krise gestürzt.

In zwei Tagen sind in Karthum und anderen Regionen Sudans mehr als 80 Menschen getötet worden. Die Kämpfe haben das Land in eine schwere Krise gestürzt.

Foto: dpa/Marwan Ali

Bei den Kämpfen im Sudan sind nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 185 Menschen getötet und 1800 verletzt worden. Dies berichtete der deutsche UN-Vermittler Volker Perthes am Montag per Videokonferenz in New York. In der Hauptstadt Khartum gebe es weiterhin heftige Gefechte auf den meisten Brücken, um den internationalen Flughafen und das Hauptquartier des Militärs. Berichten zufolge konzentrierten sich die Kämpfe in Khartum auf zentrale Einrichtungen der Regierung wie den Präsidentenpalast und das Armee-Hauptquartier.

Auch in anderen Städten wie Nyala, Regionalhauptstadt des Bundesstaates Süd-Darfur und nach der Hauptstadtregion bevölkerungsreichste Stadt des Landes, kommt es zu Auseinandersetzungen.

Der schon lange schwelende Machtkampf zwischen der Armee unter Kommando von Machthaber Abdel Fattah al-Burhan und den rivalisierenden Rapid Support Forces (RSF) seines Vizes Mohammed Hamdan Daglo war am Wochenende eskaliert. Die Militärapparate beider Lager bekämpfen sich unter anderem mit schwerer Artillerie, Panzern und Luftangriffen. Wer auf dem Schlachtfeld die Oberhand hat, blieb angesichts der unübersichtlichen Lage und widersprüchlichen Angaben beider Konfliktparteien unklar.

(juju/dpa/rts)