Streitpunkt Westjordanland: Israel plant neue Siedlungen in Hebron

Streitpunkt Westjordanland : Israel plant neue Siedlungen in Hebron

Deeskalation sieht anders aus: Israels Verteidigungsminister Naftali Bennett treibt den Bau neuer jüdischer Siedlungen in Hebron im Westjordanland voran.

Die Planungsprozesse dafür sollten fortschreiten, wies er am Sonntag Mitarbeiter seiner Behörde in einem Brief an. Eine größere jüdische Bevölkerung in Hebron dürfte die Spannungen vor Ort verschärfen. Hebron ist die größte palästinensische Stadt im Westjordanland, regelmäßig kommt es zu Gewalt. Ein paar hundert jüdische Siedler leben dort in einer stark abgeriegelten Enklave rund um Zehntausende Palästinenser. Bennetts Ankündigung ist ein vorbereitender Schritt - es könnte Jahre bis zu den Bauarbeiten dauern.

Mitte November hatten die USA verkündet, jüdische Siedlungen im Westjordanland nicht länger als völkerrechtswidrig einzustufen. Damit brach Washington mit jahrzehntelanger Nahostpolitik. Die internationale Gemeinschaft betrachtet die Siedlungen nahezu geschlossen als illegal.

(felt/dpa)