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EU will Beobachter an Grenze schicken: Spanien verteidigt Kontrollen an Grenze zu Gibraltar

EU will Beobachter an Grenze schicken : Spanien verteidigt Kontrollen an Grenze zu Gibraltar

Spanien hat die von Großbritannien kritisierten scharfen Kontrollen an der Grenze zu Gibraltar als sein "unwiderrufliches" Recht verteidigt. Der Staatssekretär im Außenministerium, Gonzalo de Benito, habe bei einem Treffen mit dem britischen Botschafter in Spanien, Gilles Paxman, am Dienstag erläutert, die Grenzkontrollen seien notwendig, weil Gibraltar nicht zum Schengen-Raum gehöre, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Madrid.

In jener Gegend gebe es rege Schmuggelaktivitäten. Die Kontrollen seien daher notwendig, und sie seien unwiderruflich. Die Regierung werde "weiterhin alle notwendigen Maßnahmen treffen, um spanische Interessen zu verteidigen".

Die zu Großbritannien gehörende Enklave in Südspanien stört sich daran, dass der spanische Zoll an der Grenze jedes Fahrzeug durchsucht und damit lange Staus verursacht.

Der Streit war am Wochenende eskaliert, nachdem Spaniens Außenminister José Manuel Garcia-Margallo eine Gebühr von 50 Euro pro Grenzübertritt in beide Richtungen vorgeschlagen hatte. Das Geld könne an spanische Fischer gehen, die wegen eines neuen Riffs vor Gibraltar Einbußen hätten, hatte der Minister der Zeitung "ABC" gesagt. Das künstliche Riff soll spanische Fischer aus den zu Gibraltar gehörenden Gewässern fern halten.

Die EU-Kommission kündigte am Dienstag an, sie werde Beobachter an die Grenze schicken, um festzustellen, ob die Kontrollen angemessen seien. Die Mission werde jedoch frühestens im September oder Oktober beginnen. Die Vertreterin der spanischen Regierung in der Region Andalusien, Carmen Crespo, sagte, die Kontrollen seien angesichts der großen Zunahme des Zigarettenschmuggels zwischen Gibraltar und Spanien angemessen.

Gibraltar gehört seit 1713 zu Großbritannien. Spanien erkennt die britische Herrschaft über den "Felsen" nicht an und fordert die Rückgabe des 6,8 Quadratkilometer kleinen Territoriums. Unter den Mitgliedern des Schengen-Raums gibt es für gewöhnlich keine Personenkontrollen an den Staatsgrenzen. Großbritannien hat sich dieser Vereinbarung nicht angeschlossen.

(AFP)