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Filibuster des US-Republikaners: Senator Rand Paul beeindruckt mit Dauerrede

Filibuster des US-Republikaners : Senator Rand Paul beeindruckt mit Dauerrede

Dieser Mann hatte in der Nacht alle Aufmerksamkeit der Amerikaner: Rand Paul, republikanischer Senator. Denn er hielt im Senat eine fast 13-stündige Rede und blockierte damit die Bestätigung des neuen CIA-Chefs. Im Internet wurde er dafür gefeiert.

Gleich mehrere Hashtags widmeten sich in der Nacht zu Donnerstag Rand Paul. Unter #filiblizzard, #standwithrand oder auch #thankyourand kommentierten die Twitterer, was sich da im US-Senat abspielte. Der Republikaner stand dort seit Stunden am Pult und redete und redete.

Eigentlich ging es in dem Haus um die Bestätigung des neuen CIA-Chefs John Brennan. Doch Paul wollte gegen die Weigerung der Regierung protestieren, Drohnen-Angriffe auf US-Territorium auszuschließen. Also griff er zu dem verfassungsrechtlichen Trick, den Senatoren gern mal nutzen, um ungeliebte Gesetze oder Kandidaten zumindest ein Weilchen zu verhindern: den Filibuster.

Dabei haben Senatoren das Recht, stundenlang zu reden, ohne dass sie unterbrochen werden dürfen. Zuletzt hatten die Republikaner dies angedroht, als es um die Ernennung von Chuck Hagel zum Verteidigungsminister ging. Meist reicht auch die Drohung, doch Paul beschloss, das Filibusting in die Tat umzusetzen.

Bewunderung und Lob auf Twitter

Er werde "reden, bis ich nicht mehr reden kann", kündigte er an und ließ seinen Worten Taten folgen. Fast 13 Stunden lang trug er Notizen, Presseartikel, improvisierte Reflexionen aus einem dicken Aktenordner vor, den er vor sich liegen hatte.

Nach fünf Stunden wurde ihm ein Kompromiss angeboten: noch 90 Minuten Debatte oder Vertagung, doch Paul lehnte ab. Entsprechend leerte sich der Saal zunehmend während seiner Redezeit. Doch im Internet hatte Paul, der während seiner Rede auch noch eifrig twitterte, die volle Aufmerksamkeit.

"Alles Lob für @senrandpaul für seinen #filiblizzard. Ich mag es!" schrieb da ein User. "Mach weiter", schrieben viele, von anderen gab es ein dickes "Bravo". Als "brillianten Schachzug" wurde seine Rede bezeichnet, er selbst etwa als "Staatsmann". Ein Twitterer bemerkte: "So aufgeregt zu sehen, wie Geschichte gemacht wird. Was für ein Stehvermögen (wörtlich) für die Freiheit!

Rand Paul selbst, der auch Bewunderung dafür erntete, dass er reden und zugleich twittern konnte, setzte schließlich nach zwölf Stunden eine Dankes-Nachricht ab: "Danke an all meine Kollegen im Abgeordnetenhaus und Senat und an alle Amerikaner, die mir an diesem Abend beigestanden haben bei dem Bemühen, zivile Freiheiten zu bewahren.

mit Agenturmaterial

(das)