Selbstmordattentäter in Kabul reißt acht Soldaten mit in den Tod

Erster Anschlag seit Ramadan-Beginn : Selbstmordattentäter in Kabul reißt acht Soldaten mit in den Tod

Afghanistan wartet auf das Ergebnis der Präsidentenwahl, das sich wegen Betrugsvorwürfen immer weiter verzögert. Die Gewalt am Hindukusch dauert an - Kabul wird vom ersten Selbstmordanschlag seit Ramadan-Beginn erschüttert.

Beim ersten Selbstmordanschlag in Afghanistan seit Beginn des Fastenmonats Ramadan sind acht Soldaten der Luftwaffe und der Attentäter getötet worden. 16 Menschen seien bei der Detonation am Mittwoch im Westen der Hauptstadt verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Der Angreifer habe sich neben einem Militärbus in die Luft gesprengt. Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Die Afghanen begehen seit Sonntag den für Muslime heiligen Fastenmonat Ramadan.

Das Verteidigungsministerium teilte mit, afghanische Kampfhubschrauber hätten in der nordostafghanischen Provinz Badachschan Aufständische angegriffen. Dabei seien elf Taliban-Kämpfer getötet worden.

Nach der Stichwahl für das Präsidentenamt in Afghanistan verzögert Streit um Wahlbetrug die Bekanntgabe des vorläufigen Ergebnisses. Es solle nun am Montag verkündet werden, teilte die Wahlkommission (IEC) mit. Die Stimmzettel aus 1930 Wahllokalen in 30 Provinzen müssten erneut überprüft werden. Ursprünglich war der Mittwoch der Termin für die Verkündung des vorläufigen Ergebnisses, den die IEC bereits auf Samstag verschoben hatte.

Der Sieger der ersten Wahlrunde, Abdullah Abdullah, hat der IEC Manipulationen zugunsten seines Kontrahenten Aschraf Ghani vorgeworfen. Aus Ghanis Team hieß es, man liege mindestens eine Million Stimmen vor Abdullah. Das Endergebnis der Wahl vom 14. Juni will die Wahlkommission nach bisherigen Planungen am 22. Juli verkünden. Die Amtseinführung des Nachfolgers von Präsident Hamid Karsai ist für den 2. August geplant.

(dpa)