„Sea-Wach 3“: Rettungsschiff legt nach zwei Wochen Streit in Italien an

Migranten auf EU verteilt : Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ legt nach zwei Wochen Streit in Italien an

Das Tauziehen um 47 vor knapp zwei Wochen aus dem Mittelmeer gerettete Menschen ist beendet. Das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" legte am Donnerstag in der Hafenstadt Catania an. Auch Deutschland soll sich zur Aufnahme von Migranten bereit erklärt haben.

Dieser Hafen war dem bei Syrakus wartenden Rettungsschiff am Mittwoch von Italien zugewiesen worden, da es dort Aufnahmezentren für Minderjährige gebe. Sea-Watch beurteilte dies anders. Auf Twitter schrieb die Nichtregierungsorganisation: "Die #SeaWatch 3 wurde nach Catania beordert. Weg von einem sicheren Hafen, in eine Stadt, deren Staatsanwalt bekannt für seine Agenda gegen NGOs ist. Wenn das kein politischer Schachzug ist, wissen wir auch nicht."

Die Geretteten sollen auf mehrere Länder verteilt werden. Dies hatte Italien zur Bedingung für die Landung gemacht. Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte teilte am Mittwoch mit, sieben EU-Länder seien zur Aufnahme bereit. Er nannte Italien, Deutschland Malta, Rumänien, Luxemburg, Portugal und Frankreich. Laut italienischen Medienberichten vom Donnerstag boten darüber hinaus auch Spanien und Litauen eine Aufnahme der Migranten an.

(lukra/kna)
Mehr von RP ONLINE