Scott Pruitt: Freund der Ölindustrie wird US-Umweltbehördenchef

Freund der Öl- und Kohleindustrie : Scott Pruitt als US-Umweltbehördenchef bestätigt

Scott Pruitt ist der neue Chef der US-Umweltschutzbehörde EPA – das hat der US-Senat am Freitag bestätigt. Pruitt ist Klimaskeptiker und ein enger Vertrauter der Kohle- und Ölindustrie. Seine Auswahl unterstreicht Trumps Absicht, die Klimaschutz-Errungenschaften von Barack Obama wieder abzubauen.

Scott Pruitt ist der neue Chef der US-Umweltschutzbehörde EPA — das hat der US-Senat am Freitag bestätigt. Pruitt ist Klimaskeptiker und ein enger Vertrauter der Kohle- und Ölindustrie. Seine Auswahl unterstreicht Trumps Absicht, die Klimaschutz-Errungenschaften von Barack Obama wieder abzubauen.

Als Chefankläger des Bundesstaates Oklahoma war Pruitt einer der Architekten des Kampfes gegen Obamas "Clean Power Plan". Dieses Vorhaben für sauberere Kraftwerke bezeichnete Pruitt als "Krieg gegen die Kohle".

Im Jahr 2014 führte Pruitt nach Recherchen der "New York Times" eine Allianz großer Energieversorger gegen klimapolitische Regulierungen Obamas an. Es ist Trump rechtlich nicht möglich, den "Clean Power Plan" komplett einzureißen. Er kann ihn aber entscheidend aufweichen. Im Wahlkampf hatte Trump mehrfach angekündigt, er werde die EPA abschaffen, vor allem weil sie zu teuer sei.

Die EPA (Environmental Protection Agency) mit Sitz in Washington DC beschäftigt rund 17.000 Menschen. Zuletzt wurde sie vor allem im Zusammenhang mit dem VW-Dieselskandal einem größeren Publikum bekannt. Vorherige Chefin war Gina McCarthy.

(dpa)
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