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Scheinbeschäftigung von Frau: Fillon will Informationen vorlegen

Nach Vorwürfen wegen Scheinbeschäftigung : Fillon will Ermittlern Informationen zu Job seiner Frau vorlegen

Dem französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon war vorgeworfen worden, seine Frau jahrelang auf Parlamentskosten beschäftigt zu haben ohne das sie eine Leistung erbracht hätte. Nun will er Informationen vorlegen.

Vor der Präsidentenwahl in Frankreich will sich der Anwalt François Fillons Anwalt am Donnerstag "mit einer gewissen Anzahl an Nachweisen" zur nationalen Finanz-Staatsanwaltschaft begeben, sagte der Fraktionschef der konservativen Republikaner im Senat, Bruno Retailleau. "Es kommt nicht in Frage, einen Präsidentschaftswahlkampf als Geisel nehmen zu lassen", betonte Retailleau im Sender Europe 1.

Die Finanzermittler hatten am Mittwoch Vorermittlungen eingeleitet, um Vorwürfe der Scheinbeschäftigung zu prüfen. Die Zeitung "Le Canard Enchaîné" hatte enthüllt, dass Fillon als Abgeordneter seine Frau jahrelang als parlamentarische Mitarbeiterin beschäftigt hatte. Grundsätzlich ist es französischen Abgeordneten erlaubt, Familienangehörige zu beschäftigen, solange diese tatsächlich arbeiten.

Fillon hatte hingegen erklärt, die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Der 62-Jährige gilt als Favorit für die Präsidentenwahl in rund drei Monaten.

(maxk/dpa)