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Russland will ukrainische Spione festgenommen haben & warnt vor militärischer Konfrontation

Angebliche unkrainische „Saboteure“ : Russland will ukrainische Spione festgenommen haben und warnt vor „militärischer Konfrontation“

Inmitten der Spannungen zwischen der Ukraine und Russland hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB nach eigenen Angaben drei ukrainische Spione festgenommen. Sie sollen Attacken auf russische Einrichtungen vorbereitet haben. Außenminister Lawrow reagiert ungehalten.

Einer der Agenten sei mit zwei improvisierten Sprengsätzen aufgegriffen worden, erklärte der FSB am Donnerstag. Unklar blieb, wo und wann die mutmaßlichen Spione festgenommen wurden. Russlands Außenminister Lawrow warnte der Nachrichtenagentur AFP zufolge im Hinblick auf die Unkraine vor der „Rückkehr zum Albtraumszenario militärische Konfrontation“.

Die zwei anderen Agenten seien "in Russland eingetroffen, um Informationen zu sammeln und Foto- und Videoaufnahmen von Einrichtungen von strategischer Bedeutung und von Verkehrsinfrastrukturen zu machen". Im Fahrzeug der beiden wurden dem FSB zufolge Waffen sowie persönliche Schutzausrüstung gefunden.

Die beiden Männer hätten "gestanden, dass sie vom ukrainischen Geheimdienst SBU gegen eine Belohnung von 10.000 Dollar rekrutiert wurden". Russland vermeldet regelmäßig Festnahmen von Menschen, die als Spione oder "Saboteure" bezeichnet werden und für die Ukraine arbeiten sollen.

Die neuen Berichte kommen inmitten der angespannten Lage beider Staaten. Russland hat nach Angaben der ukrainischen Regierung Truppen und schweres Gerät an der Grenze zur Ukraine aufgefahren. Westliche Staaten fürchten, dass sich die Situation von 2014 wiederholen könnte, als Russland die ukrainische Halbinsel Krim annektierte. Moskau seinerseits wirft Kiew vor, im Osten des Landes Truppen zusammenzuziehen.

(th/AFP)