Russland: Syrien-Friedensgespräche angeblich auf Ende Februar verschoben

Vereinte Nationen : Russland verschiebt Syrien-Gespräche - UNO bestätigt nicht

Die für Anfang Februar in Genf geplanten Syrien-Friedensgespräche sind nach Angaben aus Moskau auf das Monatsende verschoben worden. Die UNO bestätigt diese Ankündigung nicht.

Das sagte Außenminister Sergej Lawrow am Freitag bei einem Treffen mit syrischen Oppositionellen in Moskau. Lawrow hatte die Vertreter der politischen Opposition eingeladen, um sie über die Ergebnisse der Syrien-Konferenz von Astana zu unterrichten. Die Gespräche sollen unter UN-Schirmherrschaft stattfinden.

Die UNO hat eine von Russland verkündete angebliche Verschiebung der Genfer Syrien-Friedensgepräche nicht bestätigt. Sie könne nicht bestätigen, dass die für Anfang Februar geplanten Verhandlungen verschoben seien, sagte eine Sprecherin des UN-Sondergesandten Staffan de Mistura am Freitag. Gleichzeitig kündigte sie für die kommende Woche ein Treffen von de Mistura mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres in New York an.

Anfang der Woche hatten Vertreter der syrischen Regierung und der Aufständischen an einer Syrien-Konferenz in der kasachischen Hauptstadt Astana teilgenommen. Die von Russland, der Türkei und dem Iran organisierte Konferenz endete jedoch ohne einen Durchbruch.

Lawrow warf den UN Tatenlosigkeit vor. Es sei nicht hinnehmbar, dass es seit Monaten keine Gespräche unter UN-Führung mehr gegeben habe, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Unter Vermittlung Russlands, der Türkei und des Irans hatten sich am Montag und Dienstag Vertreter der syrischen Opposition und der Regierung in Kasachstan getroffen.

(klik/AFP/dpa)
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