Russland: Frank-Walter Steinmeier zu Besuch in Moskau

Bundespräsident in Moskau : Steinmeier will Beziehungen zu Russland aufpolieren

Es ist der erste Besuch eines deutschen Präsidenten in Russland seit sieben Jahren. Frank-Walter Steinmeier will ihn dafür nutzen, für eine Annäherung zwischen Berlin und Moskau zu werben. Zu Beginn des eintägigen Besuchs traf Steinmeier den früheren sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Russland-Besuch dafür geworben, nach Jahren der Entfremdung wieder auf eine Annäherung beider Länder hinzuarbeiten. "Ich komme in Zeiten, in denen die deutsch-russischen Beziehungen schwierig geworden sind", sagte er am Mittwoch in Moskau. "Und ich empfinde es auch als meine Verantwortung, meinen Beitrag dazu zu leisten, dass das nicht auf ewig so bleibt." Zwar müsse man die Differenzen in den bilateralen Beziehungen ansprechen, aber auch nach den Gemeinsamkeiten suchen.

Steinmeier äußerte sich nach einem Treffen mit dem früheren sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow. Zuvor hatte er mit Vertretern der Menschenrechtsorganisation Memorial gesprochen, die sich für Opfer des Stalinismus einsetzt, aber auch aktuelle Menschenrechtsverletzung anprangert. Sein Treffen mit Präsident Wladimir Putin war für den Mittwochnachmittag geplant.

Steinmeier ist der erste Bundespräsident in Russland seit sieben Jahren. Sein Vorgänger Joachim Gauck war gar nicht dort. Die Reise ist wegen der seit Beginn der Ukraine-Krise schwer belasteten deutsch-russischen Beziehungen bewusst als kurzer Arbeitsbesuch und nicht als Staatsbesuch angelegt worden.

(oko)
Mehr von RP ONLINE