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Russischer Militärhubschrauber in Armenien abgeschossen: Berg-Karabach-Konflikt

Aserbaidschan bekennt sich zu Abschuss : Russischer Militärhubschrauber in Armenien abgeschossen

Im Konflikt um Berg-Karabach ist ein russischer Militärhubschrauber abgeschossen worden. Aserbaidschan ist nach eigenen Angaben für den Abschuss verantwortlich. Es habe sich um einen versehentlichen Abschuss gehandelt.

Aserbaidschan hat nach eigenen Angaben einen russischen Militärhubschrauber abgeschossen, der über Armenien flog. Russland hatte zuvor mitgeteilt, dass der Hubschrauber nahe der Grenze zur aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan abgeschossen worden sei. Dabei seien zwei Bedienstete ums Leben gekommen. Der Abschussort befindet sich einige Dutzend Kilometer von Berg-Karabach entfernt, einer Region, um die aserbaidschanische und armenische Truppen seit Ende September verstärkt kämpfen.

Das aserbaidschanische Außenministerium teilte gleichwohl mit, dass der Konflikt bei dem Vorfall eine Rolle gespielt habe. Der Hubschrauber sei in der Dunkelheit niedrig geflogen. „Im Kontext dieser Faktoren und angesichts der angespannten Lage in der Region und erhöhter Gefechtsbereitschaft im Zusammenhang mit möglichen Provokationen von der armenischen Seite entschied die diensthabende Gefechtsmannschaft, das Feuer zu eröffnen und zu töten“, teilte das Ministerium mit.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, der Hubschrauber habe einen Militärkonvoi begleitet. Dessen Zweck nannte es nicht. Russland hat einen großen Militärstützpunkt in Armenien, der sich aber etwa 150 Kilometer entfernt von dem Abschussort befindet.

(sed/AP/dpa)