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Militär: Russische Kriegsschiffe im Ärmelkanal aufgetaucht

Militär : Russische Kriegsschiffe im Ärmelkanal aufgetaucht

Nach den umstrittenen Überflügen im Baltikum sind am Freitagvormittag russische Kriegsschiffe im Ärmelkanal aufgetaucht. Moskau gibt aber Entwarnung: Die Schiffe hätten bloß Schutz gesucht.

Die Kriegsschiffe hätten laut russischem Verteidigungsministerium nach einem Manöver in der Nordsee im Ärmelkanal bloß Schutz vor einem Sturm gesucht. Ein Zerstörer, ein Landungsboot, ein Rettungsschlepper sowie ein Tanker hätten in internationalen Gewässern in der Bucht der Seine vor Frankreich geankert, berichteten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Ministerium. Die Schiffe hätten seit dem 20. November Übungen durchgeführt.

Die Bundesregierung hat das Auftauchen der russischen Kriegsmarine im Ärmelkanal kritisiert. "Dieses Manöver, auch wenn es sozusagen in internationalen Gewässern stattfindet, ist nicht unbedingt ein Zeichen, um die Bereitschaft zur Deeskalation zu unterstreichen", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz am Freitag in Berlin.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums ergänzte: "So wie dieser Verband zusammengestellt ist, sieht es aus wie ein ganz normaler Übungsverband. Und insofern ist er für uns nicht weiter dramatisch. Und stellt auch dort keine besondere Situation dar."

Nach der Annexion der Schwarzmeerinsel Krim und dem Streit mit dem Westen über die Ukraine hatte Russland zahlreiche Manöver abgehalten. Ein Bericht einer Denkfabrik hatte kürzlich eine stark steigende Zahl militärischer Begegnungen von Nato und Russland festgestellt. Darunter seien auch Verletzungen des internationalen Luftraums und nahe Begegnungen auf See.

(REU, dpa)