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Krieg in Syrien: Rund 3000 Menschen bei neuer Evakuierung aus Ost-Aleppo gebracht

Krieg in Syrien : Rund 3000 Menschen bei neuer Evakuierung aus Ost-Aleppo gebracht

Nach einer vorübergehenden Unterbrechung der Evakuierungen aus dem Osten von Aleppo sind am Montag erneut rund 3000 Menschen aus den Rebellengebieten der Stadt gebracht worden.

Rund 45 Busse mit Bewohnern aus Aleppo seien an einem Sammelpunkt westlich der Stadt eingetroffen, sagte Ahmad al-Dbis, Chef einer Gruppe Mediziner und Freiwilliger, die dort die Evakuierungen koordiniert. Insgesamt verließen demnach bis Montagvormittag 3000 Menschen die letzten von den Rebellen gehaltenen Gebiete in Ost-Aleppo. Al-Dbis sagte, viele Familien seien in mehrere Lagen Kleidung gehüllt gewesen, sie wurden bei ihrer Ankunft zunächst mit Trinkwasser und Lebensmitteln versorgt.

Zur gleichen Zeit wurden etwa 500 Menschen aus den von Rebellen belagerten schiitischen Dörfern Fua und Kafraja in der Provinz Idlib evakuiert, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Die Dörfer werden von Regierungstruppen gehalten, sind aber von Rebellen umzingelt. Zehn Busse hätten die Ortschaften nun verlassen und seien auf dem Weg in Gebiete in Regierungshand in Aleppo, erklärte die in Syrien gut vernetzte Beobachtungsstelle.

Die Evakuierungen aus Ost-Aleppo waren in den vergangenen Tagen immer wieder ausgesetzt worden. Die Pläne sind mit dem Schicksal der Dörfer Fua und Kafraja verknüpft. Am Sonntag waren mehrere Busse für die Evakuierung der beiden Ortschaften vermutlich von islamistischen Rebellen in Brand gesetzt worden, daraufhin wurden die Aktionen zunächst ausgesetzt.

In der Nacht warteten dann mehr als 30 vollbesetzte Busse darauf, Aleppo verlassen zu können. Kurz zuvor konnten etwa 350 Menschen die Gebiete verlassen. Der UN-Sicherheitsrat in New York will am Montag über eine gemeinsame Resolution zur Entsendung von Beobachtern nach Aleppo abstimmen.

(crwo/AFP)