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Rizin-Brief an Trump: Mutmaßliche Absenderin festgenommen

Hochgiftiger Stoff : Mutmaßliche Absenderin von Rizin-Brief an Trump festgenommen

Ein Brief mit hochgiftigem Rizin ist ans Weiße Haus geschickt worden. Laut Polizei wurde die mutmaßliche Absenderin bereits festgenommen. Die Frau habe versucht, von Kanada in die USA einzureisen.

Die Frau sei an der Grenze zwischen dem US-Bundesstaat New York und Kanada am Grenzübergang Peace Bridge nahe Buffalo festgenommen worden, sagten drei Quellen aus Polizeikreisen der Nachrichtenagentur AP am Sonntag. Sie kam in Untersuchungshaft der US-Zollbehörden, eine Anklage wird erwartet.

Der Brief an das Weiße Haus sei augenscheinlich in Kanada abgeschickt worden, teilte die Königliche Kanadische Berittene Polizei mit. Er wurde vergangene Woche in einer Regierungseinrichtung abgefangen, die Post an das Weiße Haus durchleuchtet. US-Präsident Donald Trump und ein vorläufiger Bericht legten nahe, dass ein Test auf Rizin positiv ausgefallen sei, wie Beamte anonym mitteilten. Rizin kann schon in geringen Mengen tödlich sein.

Es hat in der Vergangenheit bereits mehrere Fälle gegeben, bei denen Briefe mit Rizin an US-Beamte geschickt wurden. 2018 wurde ein Veteran der US-Marine festgenommen und gestand, einen Brief an Trump und Mitglieder seiner Regierung verschickt zu haben, der eine Substanz enthielt, aus der Rizin gewonnen wird. Die Briefe wurden abgefangen und niemand wurde verletzt. 2014 wurde ein Mann aus Mississippi zu 25 Jahren Haft verurteilt, nachdem er Briefe mit Rizinstaub an den früheren Präsidenten Barack Obama und andere Regierungsvertreter geschickt hatte.

(özi/dpa/ap/Reuters)