Regionalwahl in Andalusien: Rechtsradikale Vox-Partei feiert Erfolg

Niederlage für Sozialisten : Rechtsradikale feiern Erfolg bei Regionalwahl in Südspanien

Mit einem zweistelligen Ergebnis ist die rechstradikale Partei Vox neu ins Regionalparlament der südspanischen Region Andalusien eingezogen. Die Sozialisten mussten dagegen eine herbe Niederlage einstecken. Die Wahl gilt als Stimmungstest.

Andalusien ist eigentlich eine Hochburg der Sozialisten von Ministerpräsident Pedro Sánchez. Nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Stimmen kam Vox auf knapp elf Prozent der Stimmen - und damit 12 von 109 Mandaten in der bevölkerungsreichsten spanischen Region. In den vergangenen Jahrzehnten hatten extrem rechte Parteien in Spanien politisch kaum eine Rolle gespielt.

Die Sozialisten mit Regionalpräsidentin Susana Díaz an der Spitze fielen mit 27,9 Prozent der Stimmen von 47 auf 33 Sitze zurück. Sie bleiben zwar stärkste Partei, sind aber weit von einer eigenen Mehrheit entfernt. Ob Díaz weiterregieren kann ist fraglich.

Die Wahl in Andalusien galt auch als Stimmungstest für Sánchez, der seit etwa einem halben Jahr spanischer Ministerpräsident ist, sich aber nur auf eine Minderheitsregierung stützt. Seit Andalusien Anfang der 1980er Jahre ein Autonomiestatut bekam, haben dort immer die Sozialisten regiert. Stark zulegen konnten am Sonntag auch die liberalen Ciudadanos, die 21 Sitze holten.

(hebu/dpa)
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