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Recep Tayyip Erdogan schließt militärische Unterstützung nicht aus

Gegen IS-Miliz : Erdogan schließt militärische Unterstützung nicht aus

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan schließt eine militärische Unterstützung seines Landes im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nicht mehr aus.

Vor seiner Rede bei der UN-Generalversammlung am Mittwoch in New York sagte Erdogan vor Reportern, nach seiner Rückkehr nach Ankara werde er mit der Regierung beraten, wie die Türkei das internationale Vorgehen gegen den IS unterstützen könne.

Auf die Frage eines Journalisten, ob die Unterstützung auch militärischer Art sein könnte, sagte Erdogan: "Es beinhaltet alle Arten, militärisch, politisch, alles." Zu den US-Luftangriffen auf die IS-Milizen in Syrien sagte er: "Natürlich ist dieser Schritt gegen diese Ziele, besonders gegen die Terrororganisation in der Gegend, ein Schritt, den wir für positiv halten."

Ministerpräsident Ahmet Davutoglu kündigte an, das Parlament in Ankara werde sich am Donnerstag kommender Woche mit dem weiteren Vorgehen beschäftigen. Die Türkei werde nicht zögern, alle Vorkehrungen zu treffen, um die Sicherheit der Türkei vor möglichen Gefahren in der Region schützen.

Bislang hatte die Türkei nur humanitäre Hilfe zugesichert. Das Land hat bislang nach Regierungsangaben rund 1,5 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Der Westen würde die Türkei gerne eng in eine Koalition gegen die IS-Extremisten einbinden. Als Grund für ihre Zurückhaltung hatte die Türkei bislang die Sorge um 49 meist türkische Geiseln angegeben, die seit Samstag wieder frei sind.

(dpa)