Raketenstationen: Für Nato sind Drohungen von Wladimir Putin inakzeptabel

Raketenstationen in Europa : Für Nato sind Putins Drohungen „inakzeptabel“

Der russische Präsident hat gedroht, Waffen auf die USA zu richten, wenn diese neue Raketen in Europa stationieren. Darauf reagiert die Nato scharf. Sie sei jederzeit bereit, Mitglieder „gegen jegliche Gefahr“ zu verteidigen.

Die Nato hat die jüngsten US-kritischen Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin scharf kritisiert. „Erklärungen, in denen gedroht wird, Verbündete ins Visier zu nehmen, sind inakzeptabel“, sagte der stellvertretende Bündnissprecher Piers Cazalet am Mittwoch. Die Nato sei ein defensives Bündnis, aber jederzeit bereit, jedes Mitglied gegen jegliche Gefahr zu verteidigen.

Putin hatte die USA zuvor in einer Rede zur Lage der Nation vor der Entwicklung neuer Waffensysteme gewarnt, die Russland bedrohen könnten. Russland werde dann mit seinen Raketen nicht nur mögliche Stationierungsorte etwa in Polen oder Rumänien ins Visier nehmen, sondern auch die Zentralen jener Länder, in denen die Entscheidungen getroffen würden. „Die Antwort unseres Landes wird immer wirksam und effektiv sein“, sagte er.

Der Nato-Sprecher entgegnete, dass es Russland sei, das den INF-Abrüstungsvertrag mit neuen Mittelstreckenraketen verletze. „Wir wollen keinen neuen Rüstungswettlauf“, sagte er. Die Alliierten hätten mehrfach an Russland appelliert, seine Mittelstreckenraketen zu zerstören. Russische Vorwürfe gegen das von den USA in Rumänien und Polen aufgebaute Raketenabwehrsystem seien ein offenkundiger Versuch, von der eigenen Verletzung des INF-Vertrages abzulenken.

(cpas/dpa)