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Russland: Putin ernennt sich zum direkten Aufseher über Rüstungsindustrie

Russland : Putin ernennt sich zum direkten Aufseher über Rüstungsindustrie

Russlands Präsident Wladimir Putin verschärft die Kontrolle der heimischen Rüstungsindustrie. Per Dekret machte sich Putin am Mittwoch selbst zum Vorsitzenden der Kommission, die für die Aufsicht der Branche zuständigen ist.

Die Regierung in Moskau bemüht sich um eine geringere Abhängigkeit von Rüstungsimporten aus dem Ausland, seit EU und USA in der Ukraine-Krise Sanktionen gegen Russland verhängt haben. Putin kritisierte am Mittwoch zudem die Nato. Das westliche Verteidigungsbündnis nutze den Ukraine-Konflikt, um sich "selbst wiederzubeleben", sagte Putin. Russland habe bereits wiederholt gewarnt, dass es darauf reagieren müsse.

Die Nato hatte bei ihrem jüngsten Gipfel in Wales vor allem auf Wunsch der baltischen Staaten und Polens die Einrichtung einer schnellen Eingreiftruppe beschlossen.

Putin hat zudem die Entwicklung neuer Waffensysteme angekündigt, darunter strategische Atomwaffen, Luftabwehrsysteme und konventionelle Präzisionswaffen. Russland habe nicht die Absicht ein neues Wettrüsten zu starten, doch werde es auf alle Herausforderungen für seine Sicherheit reagieren, sagte Putin am Mittwoch in Moskau.

Die möglichen Gefahren für Russland müssten genau analysiert werden, sagte der Präsident weiter. Auf jede einzelne müsse es eine passende Antwort geben. Dabei dürfe Russland allerdings seinen Militärhaushalt nicht stärker ausweiten, als es seine wirtschaftlichen Möglichkeiten zuließen.

(REU)