1. Politik
  2. Ausland

Nach den Anschlägen in Wolgograd: Putin droht Terroristen mit "totaler Vernichtung"

Nach den Anschlägen in Wolgograd : Putin droht Terroristen mit "totaler Vernichtung"

Überraschender Besuch in Wolgograd: Russlands Präsident Wladimir Putin ist kurz nach den Anschlägen in die Metropole gereist. In seiner Neujahrsansprache hatte er zuvor Terroristen gedroht.

Nach den schweren Selbstmordanschlägen im südrussischen Wolgograd hat Präsident Wladimir Putin die Angriffe als "scheußliche Verbrechen" gebrandmarkt. Wie auch immer die Verantwortlichen die Anschläge begründeten, es gebe "keine Rechtfertigung für Verbrechen gegen Zivilisten", sagte Putin am Mittwoch in Wolgograd. Seine Äußerungen wurden im Staatsfernsehen übertragen. Putin war kurz zuvor überraschend in die Metropole gereist.

Bei dem ersten Attentat am Eingang eines Bahnhofs des ehemaligen Stalingrad waren am Sonntag 16 Menschen getötet worden, bei der Explosion in einem Bus am Montag gab es 18 Tote. Putin hatte als erste Reaktion auf die Angriffe eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land angeordnet. Moskau vermutet hinter den Attentaten islamistische Rebellen, bekannt hat sich zu den Anschlägen bisher aber niemand.

In seiner Neujahrsansprache kündigte Putin die "totale Vernichtung" aller "Terroristen" an. Der Kampf gegen den Terror werde fortgesetzt, sagte er. Die russische Regierung steht angesichts der bevorstehenden Olympischen Winterspiele unter Druck, die Anfang Februar in Sotschi beginnen. Der Badeort liegt rund 700 Kilometer von Wolgograd entfernt.

(AFP)