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Pussy Riot: Neuer Song prangert US-Polizeigewalt an

Russische Punk-Aktivistinnen : Pussy Riot prangern in neuem Song US-Polizeigewalt an

Die russischen Punk-Aktivistinnen von Pussy Riot, die in ihrer Heimat wegen ihrer Kreml-Kritik ins Gefängnis mussten, haben in ihrem ersten englischsprachigen Lied die Polizeigewalt in den USA angeprangert. Pussy Riot widmeten den Song "I Can't Breathe" ("Ich kriege keine Luft") dem Afroamerikaner Eric Garner, der bei einer Festnahme vergangenem Sommer in New York von einem weißen Polizisten in den Würgegriff genommen wurde und dabei starb.

Der Songtitel bezieht sich auf die letzten Worte Garners, dessen Tod in den USA zu massiven Protesten geführt hatte. Pussy Riot besteht aus den Akivistinnen Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Alechina. Die beiden Frauen hatten im Februar 2012 ein sogenanntes Punkgebet in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale aufgeführt, das sich gegen Russlands Staatschef Wladimir Putin richtete. Sie wurden daraufhin wegen "Rowdytums" zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt. Ende 2013 kamen sie vorzeitig frei.

Pussy Riot erklärten, sie sähen Ähnlichkeiten zwischen dem autoritären Auftreten Putins und der US-Polizeigewalt gegen Afroamerikaner. "Dieser Song ist für Eric und für alle von Russland bis nach Amerika und rund um die Welt, die unter Staatsterror leiden", schrieben Tolokonnikowa und Alechina in der Widmung. Das Lied sei außerdem für "politische Gefangene und jene, die auf den Straßen für einen Wandel kämpfen. Wir sind solidarisch."

(AFP)