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Proud Boys: Anführer von Rechtsextremisten in Washington festgenommen

Vor Trump-Demonstration : Anführer der rechtsradikalen „Proud Boys“ in Washington festgenommen

Am Mittwoch wollen die rechtsradikalen „Proud Boys“ wieder in Washington aufmarschieren. Ihrem Anführer werfen die US-Behörden den Besitz von Schusswaffenmagazinen und Sachbeschädigung vor.

Vor einer Demonstration von Anhängern des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump in Washington ist der Anführer der rechtsextremen Gruppe Proud Boys festgenommen worden. Dem 36-jährigen Henry „Enrique“ Tarrio werde Sachbeschädigung bei der letzten Demo im Dezember vorgeworfen, teilte die Polizei in der US-Hauptstadt am Montag mit. Außerdem seien bei seiner Festnahme zwei in Washington verbotene Schusswaffenmagazine sichergestellt worden.

Die Gruppe Proud Boys hatte international Bekanntheit erlangt, als Trump in einer Fernsehdebatte gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden im September gesagt hatte: „Proud Boys - haltet euch zurück und haltet euch bereit“. Kritiker hatten das als Aufruf zur Gewalt nach einer Wahlniederlage Trumps interpretiert.

Die Proud Boys waren auch im Dezember Teil einer von Gewalt überschatteten Kundgebung für Trump, bei der auch ein Transparent der Black-Lives-Matter-Bewegung von einer Kirche gerissen und verbrannt wurde. Tarrio sagte der „Washington Post“, er sei daran beteiligt gewesen und werde sich bei einer Anklage wegen Sachbeschädigung schuldig bekennen und der Kirche das Transparent ersetzen.

Am Mittwoch wollen seine Gruppe und andere wieder für Trump protestieren, just an jenem Tag, an dem der Kongress - trotz Einsprüchen einiger Republikaner - den Wahlsieg Bidens bestätigen dürfte. Bürgermeisterin Muriel Bowser beorderte Soldaten der Nationalgarde in die Stadt, um Unruhen zu verhindern.

(peng/dpa)