Andauernde Proteste und Gewalt 19 Tote bei Zusammenstößen im Südosten des Irans

Teheran · Die Proteste und Gewalt im Iran nach dem Tod von Mahsa Amini nehmen kein Ende. Im Südosten des Landes soll es jetzt wieder mehrere Tote gegeben haben.

Anti-Polizeikräfte kommen in Teheran an, um Demonstranten während eines Protestes gegen den Tod von Mahsa Amini zu zerstreuen.

Anti-Polizeikräfte kommen in Teheran an, um Demonstranten während eines Protestes gegen den Tod von Mahsa Amini zu zerstreuen.

Foto: dpa/Uncredited

Bei Zusammenstößen im Südosten des Irans sind laut iranischen Staatsmedien 19 Menschen getötet worden. Unter den Toten in der Provinz Sistan-Baluchestan sei auch ein Oberst der Revolutionsgarden, sagte Regionalgouverneur Hossein Chiabani am Freitag einem staatlichen Sender. 20 weitere Menschen seien verletzt worden. Bei dem getöteten Angehörigen der Revolutionsgarden handelt es sich den Angaben zufolge um den in der Provinz für die Geheimdienste zuständigen Oberst Ali Mussawi.

Es war zunächst nicht klar, ob die Zusammenstöße in Sistan-Baluchestan in Zusammenhang mit den seit zwei Wochen andauernden Protesten im Iran stehen, gegen die die Sicherheitskräfte gewaltsam vorgehen. Diese Proteste waren durch den Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini entfacht worden.

Die 22-Jährige war in Teheran von der Sittenpolizei festgenommen worden, offenbar weil sie das islamische Kopftuch nicht den Regeln entsprechend getragen hatte. Nach Angaben von Aktivisten soll sie von der Polizei geschlagen und deshalb später im Krankenhaus gestorben sein.

(mzu/AFP)
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