Bis zum 8. Februar Präsident von Sri Lanka setzt Parlament aus

Colombo · Der Präsident von Sri Lanka hat die Arbeit des Parlaments bis zum 8. Februar ausgesetzt. An dem Tag werde er neue langfristige politische Maßnahmen bekannt geben, mit denen unter anderem auf die Wirtschaftskrise in dem Land eingegangen werden solle.

 Sri Lankas Präsident Ranil Wickremesinghe spricht auf der Klimakonferenz COP27. (Archiv)

Sri Lankas Präsident Ranil Wickremesinghe spricht auf der Klimakonferenz COP27. (Archiv)

Foto: AP/Peter Dejong

Der Präsident von Sri Lanka hat die Arbeit des Parlaments bis zum 8. Februar ausgesetzt. An dem Tag werde er neue langfristige politische Maßnahmen bekanntgeben, mit denen unter anderem auf die Wirtschaftskrise in dem Land eingegangen werden solle, teilte Präsident Ranil Wickremesinghe mit. Der Beschluss zum Parlament, das ab Mitternacht am Freitag ausgesetzt wurde, erfolgte per Dekret.

Eine genaue Begründung für die Aussetzung wurde nicht genannt. Mit dem Schritt wolle Wickremesinghe seine Autorität demonstrieren, sagte der Politikanalyst Jehan Perera. Er könne auch als Neuanfang betrachtet werden.

Die schwere Wirtschaftskrise geht auf hohe Schulden und Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zurück. Es gibt in Sri Lanka einen großen Mangel an Treibstoff, Arzneimitteln und Lebensmitteln. Wegen steigender Preise gab es im vergangenen Jahr Massenproteste, die den Rücktritt von Wickremesinghes Amtsvorgänger Gotabaya Rajapaksa auslösten.

(aku/dpa)
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