Pjöngjang prophezeit die "Selbstzerstörung" Japans - USA und Japan verbünden sich gegen Nordkorea

USA und Japan verbünden: Pjöngjang prophezeit die "Selbstzerstörung" Japans

Nordkorea schießt Rakete über Japan: Bewohner von Sirenen geweckt

Im Konflikt mit Nordkorea rasselt nun auch Japan mit den Säbeln: Japans Verteidigungsminister Itsunori Onodera und sein US-Kollege James Mattis beschlossen, gemeinsam den Druck auf das isolierte Land "sichtbar" zu erhöhen. Nordkorea sagt Japan durch die militärische Allianz "die Selbstzerstörung" voraus.

Japan und die USA wollen den Druck auf Nordkorea auf "sichtbare Weise" erhöhen. Darauf verständigten sich Onodera und Mattis am Donnerstag in einem Telefongespräch, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Onodera deutete demnach an, dass damit möglicherweise verstärkte Manöver beider Streitkräfte gemeint sein könnten.

Pjöngjang reagierte erzürnt: Das Bündnis Tokios mit den USA beschleunige "die Selbstzerstörung" Japans, erklärte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag. Die militärische Allianz sei eine "ernsthafte Bedrohung" für die koreanische Halbinsel. Tokio dürfe nicht weiter blind Washington folgen, hieß es in dem KCNA-Text weiter.

Japanisch-koreanisches Abkommen

Nordkorea hatte den 29. August als Tag für den jüngsten Raketenabschuss nach Angaben der Agentur bewusst gewählt, um an den 107. Jahrestag des japanisch-koreanischen Abkommens von 1910 zu erinnern, auf dessen Grundlage Japan die koreanische Halbinsel kolonisierte.

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Nordkorea hatte am Dienstag erstmals eine Rakete über japanisches Gebiet hinweg abgefeuert und danach mit weiteren Tests mit Ziel Pazifik gedroht. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte dies einstimmig als "empörend". China rief alle Seiten zur friedlichen Beilegung des Konflikts auf. Alle Parteien sollten jegliche Sprache und Handlungen vermeiden, die die Situation verschärfen könnten.

(beaw/AFP/dpa)