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Ostukraine: Wieder sterben Zivilisten

Schwere Rebellenangriffe : Wieder sterben Zivilisten in der Ostukraine

Im Osten der Ukraine sind bei neuen Kämpfen drei Zivilisten getötet und fast 20 verletzt worden. Zwei Zivilisten wurden getötet und 15 weitere verletzt, als mehrere Dörfer unter Kontrolle der ukrainischen Regierungstruppen bombardiert wurden, wie die Behörden vor Ort am Samstag mitteilten.

Die prorussischen Rebellen wiederum meldeten, ein Zivilist sei getötet und drei weitere seien in Gorliwka in der Nähe von Donezk verletzt worden. Nach Angaben der ukrainischen Armee wurden zudem zwei ukrainische Soldaten in der Konfliktregion verletzt.

Die ukrainische Seite berichtete erneut, dass der Beschuss durch die prorussischen Rebellen eine Intensität wie zuletzt vor sechs Monaten erreicht habe. Alle Arten von Waffen würden vor allem in der Nähe des zerstörten Flughafens von Donezk eingesetzt, Mörsergranaten, Panzer, Raketenwerfer und leichte Waffen, sagte ein Armeesprecher. Er versicherte auch, dass ukrainische Positionen in der Nähe der Hafenstadt Mariupol mit schweren Waffen beschossen worden seien.

Die Ukraine befürchtet, dass die prorussischen Rebellen im Osten des Landes um den 24. August eine neue Offensive starten könnten. Dies ist der Unabhängigkeitstag der Ex-Sowjetrepublik. Ende August vergangenen Jahres hatten Rebellen im Südosten von Donezk eine große Gruppe ukrainischer Soldaten eingekreist. Laut Kiew kamen binnen weniger Tage 366 ukrainische Soldaten ums Leben. Die Ukraine hatte danach den Vorwurf erhoben, reguläre russische Soldaten seien den Rebellen zu Hilfe gekommen.

Durch die Kämpfe in der Ostukraine, die im April 2014 begannen, sind laut Vereinten Nationen bisher mehr als 6800 Menschen getötet worden. Ein Waffenstillstand, der Mitte Februar im weißrussischen Minsk vereinbart worden war, wird regelmäßig von beiden Seiten gebrochen.

(AFP)