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Ostukraine: Moskau schickt den elften Hilfskonvoi

OSZE erhöht Beobachterzahl : Moskau schickt den elften Hilfskonvoi in die Ostukraine

Während die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ihre Beobachterzahl in der Ukraine deutlich erhöhen will, bereitet Russland angesichts der angespannten humanitären Lage im Bürgerkriegsgebiet Ostukraine den inzwischen elften Hilfskonvoi vor.

Die mehr als 120 Lastwagen mit etwa 1400 Tonnen Ladung, darunter Kindernahrung, sollten am kommenden Donnerstag (8. Januar) in den Gebieten Donezk und Lugansk eintreffen, teilte der Zivilschutz in Moskau am Samstag mit.

Die Ukraine kritisiert die russischen Hilfslieferungen als Verletzung ihrer Souveränität. Sie befürchtet, dass Russland damit heimlich Nachschub für die moskautreuen Separatisten über die Grenze bringen könnte. Die Führung in Moskau weist dies zurück.

Das ukrainische Militär und die Aufständischen warfen sich erneut gegenseitigen Beschuss im Konfliktgebiet vor. Berichte über Tote und Verletzte lagen zunächst nicht vor. Der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats in Kiew, Alexander Turtschinow, fuhr in die Krisenregion, um die Gefechtsbereitschaft der Truppen zu prüfen.

OSZE stockt auf

Unterdessen erhöht die OSZE ab Mitte Januar die Zahl ihrer Beobachter in der Ukraine von 361 auf 500. Das kündigte der Sprecher der OSZE-Mission in dem Land, Michael Bociurkiw, laut ukrainischen Medienberichten an. Zwei Drittel der Beobachter sollen demnach im Osten des Landes eingesetzt werden, wo prorussische Separatisten zwei "Volksrepubliken" ausgerufen haben.

Die OSZE veröffentlicht täglich einen Bericht über die Lage in der ganzen Ukraine. Im Beisein von Beobachtern der Organisation hatten Verteter der Kiewer Regierung und der prorussischen Separatisten Ende Dezember insgesamt 367 Gefangenen ausgetauscht. Bei den Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen kamen laut den Vereinten Nationen seit April mehr als 4.600 Menschen ums Leben.

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(dpa/KNA)