Treffen im Weißen Haus: Obama und Netanjahu über Frieden in Nahost

Treffen im Weißen Haus : Obama und Netanjahu über Frieden in Nahost

Washington (RPO). Nach den jüngsten Verstimmungen zwischen den USA und Israel haben Präsident Barack Obama und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Washington Geschlossenheit demonstriert. Vor Journalisten im Weißen Haus zeigten sich die Männer am Dienstag Seite an Seite und sprachen von exzellenten Gesprächen.

Später aßen sie zusammen Mittag. Netanjahu sprach sich im Nahost-Konflikt für direkte Gespräche mit den Palästinensern aus. Auch Obama sagte, er hoffe, dass die direkten Gespräche noch vor Ablauf eines bis September geltenden Siedlungsmoratoriums aufgenommen würden. Gegenwärtig führen beide Seiten indirekte Verhandlungen.

Netanjahu hatte zuletzt im März den wichtigsten Verbündeten besucht. Dabei hatte es weder einen gemeinsamen Fototermin für die Presse noch ein gemeinsames Essen gegeben, was als Zurückweisung gesehen wurde. Die US-Regierung hatte sich zuvor empört gezeigt, dass Israel während eines Besuchs von Vize-Präsident Joe Biden die Pläne für den Bau 1600 weiterer Häuser in Ost-Jerusalem bekanntgab.

Jüngst hatten beide Seiten eine Bereitschaft zur Versöhnung erkennen lassen. Vor den Kongresswahlen im November dürfte Obama keinen neuen diplomatischen Konflikt riskieren wollen angesichts der pro-israelischen Stimmung unter den Abgeordneten und Bürgern in den USA.

(Reuters/felt)
Mehr von RP ONLINE