Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un trifft zu Staatsbesuch in China ein

Peking bestätigt Treffen : Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in China eingetroffen

Kim Jong Un ist mit seiner Frau nach Peking gereist. Der Staatsbesuch war nicht angekündigt worden. Nordkoreas Machthaber dürfte mit Präsident Xi Jinping auch über ein Treffen mit Donald Trump sprechen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in China eingetroffen. Kim besuche das Nachbarland auf Einladung des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, meldeten nordkoreanische und chinesische Staatsmedien am Dienstag. Er bleibe bis Donnerstag. Ein spezifischer Grund für die Reise wurde nicht genannt.

China ist der wichtigste diplomatische und wirtschaftliche Partner des international isolierten Nordkorea. Im vergangenen Jahr war Kim drei Mal in China, um Xi zu treffen. Er sei mit einem Privatzug angereist und werde von seiner Frau Frau Ri Sol Ju sowie hochrangigen Vertretern seines Landes begleitet, berichtete die nordkoreanische Agentur KCNA. Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua bestätigte den Besuch. Bei den Gesprächen dürfte es auch um das geplante Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump gehen.

Südkoreanische Medien hatten zuvor berichtet, ein Sonderzug aus Nordkorea habe am Montagabend die Grenze zu China passiert. In der chinesischen Grenzstadt Dandong hätten dutzende gepanzerte Fahrzeuge und Sicherheitskräfte die Straßen im Umfeld des Bahnhofs blockiert, meldete die Nachrichtenagentur Yonhap. Der Zug werde am Dienstagmorgen in Peking erwartet.

Keine der drei Reisen von Kim nach China in 2018 war im Vorfeld angekündigt worden. Kims erster Besuch im März wurde erst bekannt, als sein gepanzerter Zug in Peking gesichtet wurde. Es war seine erste Auslandsreise, seit er 2011 an die Macht gekommen war.

China ist ein wichtiger Akteur in den Verhandlungen über Nordkoreas Atomprogramm. In den Konflikt war im vergangenen Jahr Bewegung gekommen. Kim traf sich drei Mal mit Südkoreas Staatschef Moon Jae In. Im Juni kam er zu einem historischen Gipfel mit US-Präsident Trump zusammen. Dabei willigte Kim in die "Denuklearisierung" seines Landes ein. Genauere Definitionen, einen Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen für den Prozess gibt es bislang aber nicht. Laut Trump bereiten beide Länder derzeit ein zweites Gipfeltreffen vor.

Kim hatte zuletzt in seiner Neujahrsansprache mit einer Kursänderung gedroht, sollten die USA die Strafmaßnahmen gegen sein Land aufrecht halten. Trump sagte am Sonntag, die Sanktionen blieben "vollständig in Kraft", bis es "sehr positive" Ergebnisse gebe.

(juju/AFP/rts)