Nordkorea - USA verhängen Sanktionen gegen Führungskräfte

Atom- und Raketenprogramm: USA verhängen Sanktionen gegen nordkoreanische Führungskräfte

Gegen zwei offenbar wichtige nordkoreanische Führungskräfte im Atom- und Raketenprogramm des Landes hat das US-Finanzministerium Strafen verhängt. Sie dürfen weder Eigentum noch Vermögen auf US-Gebiet haben.

Zudem würde den hochrangigen Funktionären im Ministerium für Rüstungsindustrie Bankgeschäfte mit amerikanischen Bürgern verboten, teilte die Finanzbehörde mit. Die Sanktionen richten sich nach US-Angaben gegen Kim Jong Sik und Ri Pyong Chol. Finanzminister Steven Mnuchin sagte, die Strafen gehörten zur US-Strategie des "maximalen Drucks", um Nordkorea zu isolieren und die Abrüstung auf der Koreanischen Halbinsel voranzutreiben.

Die südkoreanischen Behörden begrüßten den Schritt. Die Sanktionen zwängen Nordkorea hoffentlich am Ende dazu, "die richtige Entscheidung" zu treffen und einen Dialog über das Nuklearprogramm zu beginnen. Ein Sprecher des südkoreanischen Einheitsministeriums sagte, die zwei Funktionäre seien bereits unter Strafen des Weltsicherheitsrats gefallen.

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Am Freitag hatte der UN-Sicherheitsrat einstimmig neue Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen. Damit reagierte das Gremium auf den jüngsten Test einer ballistischen Rakete, die Pjöngjang zufolge das US-Festland erreichen kann.

(csr)