Nordkorea: Süden wird "hohen Preis" für Kritik zahlen

Pjöngjang reagiert eingeschnappt auf Kritik : Nordkorea: Süden wird "hohen Preis" zahlen

Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye hat Kritik am Atomprogramm und dem politischen System des verfeindeten Nordens geäußert. Nordkorea reagierte mit harschen Worten und Säbelrasseln auf die "Beleidigungen".

Nordkorea hat scharf auf kritische Äußerungen des Südens zu seinem Atomprogramm und zu seinem politischen System reagiert. Südkorea werde einen "hohen Preis" für diese Beleidigungen zahlen, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Montag das Wiedervereinigungskomitee des Nordens.

"Unser Volk wird die Versuche der feindlichen Kräfte, unser System zu verleumden, niemals tolerieren und sichergehen, dass sie für ihre unbedachten Äußerungen einen hohen Preis zahlen", hieß es in der Erklärung.

Pjöngjang zielte damit auf Äußerungen der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye ab, die sich kürzlich auf ihrer Europareise zu dem nördlichen Nachbarn geäußert hatte. Sie warnte, dass Nuklearmaterial in die Hände von Terroristen gelangen könnte und wies auf die Gefahr schwerer Atomunfälle in Nordkoreas Anlagen hin.

Das Wiedervereinigungskomitee kritisierte zudem "bösartig verleumderische" Äußerungen Parks zur politischen Unterdrückung im Norden und zur Verletzung von Menschenrechten.

Bei einem Besuch in Berlin hatte Park unter anderem gesagt, Nordkorea sei noch viel verschlossener als die DDR. Gleichzeitig bekräftigte sie aber ihre Bemühungen für eine Wiedervereinigung Koreas. Die beiden Länder sind faktisch noch im Kriegszustand. Zuletzt hatten sich die Spannungen auf der Koreanischen Halbinsel wegen mehrerer Raketentests durch Nordkorea wieder erhöht.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Kim Jong Un - Nordkoreas junger Machthaber

(AFP)