Nordkorea soll US-Sondergesandten hingerichtet haben - USA prüfen Bericht

USA prüfen Bericht : Nordkorea soll seinen US-Sondergesandten hingerichtet haben

Kim Hyok Chol soll mit vier weiteren Mitarbeitern des Außenministeriums im März hingerichtet worden sein. Sie werden für das Scheitern des Gipfels von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verantwortlich gemacht.

Die USA gehen einem Zeitungsbericht nach, wonach Nordkorea seinen US-Sondergesandte hingerichtet haben soll. Der Bericht liege vor und werde geprüft, sagte Außenminister Mike Pompeo am Freitag bei einem Besuch in Berlin.

Pompeo sagte bei seinem Berlin-Besuch vor Journalisten, Washington werde dem Bericht nachgehen. "Wir tun unser Bestes, um das zu überprüfen", sagte Pompeo. "Ich habe dem heute nichts mehr hinzuzufügen."

Die südkoreanische Zeitung „Chosun Ilbo“ hatte berichtet, Kim Hyok Chol und vier weitere Mitarbeiter des Außenministeriums seien kurz nach dem gescheiterten Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hingerichtet worden. Ihnen sei Spionage für die USA vorgeworfen worden, hieß es unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die Hinrichtung habe im März am Flughafen in Pjöngjang stattgefunden.

Ende Februar war der Gipfel in Vietnam ergebnislos abgebrochen worden. Trump begründete dies mit unzureichenden Zugeständnissen Kims bei der atomaren Abrüstung.

Von offizieller Seite in Nordkorea lag zunächst keine Stellungnahme zu dem Zeitungsbericht über die Hinrichtungen vor. Das südkoreanische Ministerium für Wiedervereinigung wollte sich nicht dazu äußern.

Aus Diplomatenkreisen war verlautet, dass Nordkoreas US-Sondergesandter und andere Mitglieder der Delegation für das Scheitern des Gipfels verantwortlich gemacht würden und deswegen möglicherweise in ein Arbeitslager geschickt worden seien. „Chosun Ilbo“ berichtete zudem, dass sich auch der nordkoreanische Unterhändler in den Atomgesprächen mit Pompeo, Kim Yong Chol, in einem Arbeits- und Umerziehungslager befinde.

(jms/Reuters/AFP)
Mehr von RP ONLINE