Wegen gesperrter Kreditkarte aus Hotel geflogen: Nordkorea dreht Sohn Kim Jong Ils den Geldhahn zu

Wegen gesperrter Kreditkarte aus Hotel geflogen : Nordkorea dreht Sohn Kim Jong Ils den Geldhahn zu

Der älteste Sohn des langjährigen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il steckt einem Zeitungsbericht zufolge in erheblichen Finanznöten.

Wie die russische Wochenzeitung "Argumenty i Fakty" auf ihrer Internetseite berichtete, wurde Kim Jong Nam wegen Schulden in Höhe von 15.000 Dollar (rund 11.400 Euro) kürzlich aus einem Luxushotel im chinesischen Spielerparadies Macau geworfen. Seine Kreditkarte sei gesperrt gewesen, sagte demnach ein Mitarbeiter des Hotels.

Die Zeitung spekulierte, dass Kim Jong Nam wegen seiner Kritik an der Erbfolge in Nordkorea tief in Ungnade gefallen ist. "Es sieht so aus, als hätte das Politbüro beschlossen, den kommunistischen Playboy zu bestrafen und ihm kein Geld mehr zu schicken", zitierte das Blatt eine Zeitung aus Macau.

Kim Jong Nam hatte einer japanischen Zeitung im Januar gesagt, dass selbst sein Vater gegen die dynastisch geprägte Nachfolge an der Staatsspitze gewesen sei, weil diese nicht zum Sozialismus passe.

Der 40-Jährige lebt seit Jahren im Ausland, überwiegend in Macau. Offenbar hatte er sich nach einem Einreiseversuch mit gefälschten Papieren nach Japan 2001 mit seinem Vater überworfen.

Kim Jong Nam ist der Halbbruder des neuen Machthabers Kim Jong Un.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Kim Jong Un - Nordkoreas junger Machthaber

(AFP)